Die Gitarre stimmen
Eine verstimmte Gitarre klingt selbst bei perfekt gegriffenen Akkorden falsch – und du gewöhnst dir ein schlechtes Gehör an. Deshalb: vor jeder Übung stimmen.
Die Standard-Stimmung
Von der dicksten zur dünnsten Saite:
E A D G H e
(Englisch: E A D G B e – das B ist unser H.)
So gehst du vor
- Öffne die Referenztöne unter Tools.
- Tippe auf die E-Saite (den dicksten Ton). Du hörst den Zielton.
- Zupf deine tiefe E-Saite und vergleiche:
- Klingt dein Ton zu tief → Stimmwirbel spannen (Saite straffer).
- Klingt er zu hoch → Stimmwirbel lockern.
- Dreh langsam, bis dein Ton mit dem Referenzton „verschmilzt” – man hört dann kein Wabern mehr.
- Wiederhole das für A, D, G, H und e.
Wichtig: Stimme dich lieber von unten an den Ton heran (also von zu tief nach oben). Das hält die Stimmung stabiler.
Warum wabert das manchmal?
Wenn zwei Töne fast gleich sind, hörst du ein pulsierendes „Wah-wah-wah”. Je näher die Töne, desto langsamer das Wabern. Ziel: Das Wabern verschwindet ganz.
Tipps
- Neue Saiten (deine Gitarre ist frisch!) verstimmen sich die ersten Tage ständig. Das ist normal – einfach immer wieder nachstimmen. Nach ein paar Tagen „setzen” sie sich.
- Ein Clip-Tuner (Klemm-Stimmgerät für den Kopf, ~10 €) ist eine lohnende Anschaffung: Er zeigt dir per Anzeige genau, ob du zu hoch/tief bist – auch in lauter Umgebung, wo die Referenztöne schwer zu hören sind.
- Für unterwegs reicht die Referenzton-Seite auf dem Handy völlig.
Kurz-Check
Spiel nach dem Stimmen einmal alle Saiten einzeln von dick nach dünn an. Klingt die Tonleiter „aufsteigend” und rund? Dann passt’s.